



Das Märkische Viertel ist eine in die Jahre gekommene städtebauliche Vision der 60-er Jahre. Die Jahrzehnte haben das Viertel Veränderungen und Anpassungen erfahren lassen, die unkoordiniert und ohne Planungsabsicht durchgeführt wurden. Die Idee eines vernetzten und zusämmenhängenden Raumkontinuums ist insbesondere durch die wahllose Verwendung verschiedener Einbauten und Oberflächenmaterialien nicht mehr ablesbar. Für das engere Gebiet des Märkischen Zentrums schlagen wir einen in den nächsten Jahren umzusetzenden neuen Masterplan für die öffentlichen Räume vor! Die über die Zeit entstandene bauliche Vielsprachigkeit des Märkischen Zentrums kann als eigenständige Qualität gesehen werden. Um diese Qualität sichtbar zu machen ist eine zusammenhängende Erlebbarkeit der öffentlichen Räume/Flächen erforderlich. Ausgehend vom kulturellen Mittelpunkt der Anlage – dem Fontane-Haus – entspinnt sich ein Netz aus neu hierarchisierten Achsen und Wegen, die das Viertel neu erschliessen. Die Umgestaltung dieser Flächen und Wege in einer vom Vorplatz des Fontane-Hauses abgeleiteten Gestaltungssprache stellt diesen Zusammenhang wieder her. Innerhalb dieses übergreifenden Planes werden Einzelmaßnahmen und Anpassungen des Bestandes inbesondere der Knotenpunkte an den angrenzen Strassen und der Eingangsbereiche des Fontane-Hauses neu gestaltet.
TYPOLOGIE: Stadtplatz und Masterplan | LAGE: Märkisches Viertel, Berlin Reinickendorf | SANIERUNG FONTANE-HAUS: Nemesis Aesthetics, Kassel | BAUHERR: Land Berlin | BAUKOSTEN: 1.0 Mio. € (BA 1-4) | GRÖSSE: 9.100 m2 | VERFAHREN: Wettbewerb & Beauftragung (BA 1-2) | FERTIGSTELLUNG: 2012-2013