




Die Altstadt von Freyburg ist in ihrer historischen Struktur nahezu vollständig erhalten und gibt ein beeindruckendes einheitliches Bild. Das Ensemble um die Marienkirche und den Kirchplatz nimmt darin nochmals eine herausgehobene Stellung ein und prägt die Stadtsilhouette. Mit der vorgeschlagenen Gestaltung wird den Gebäuden eine einheitliche Rahmung gegeben und die verschiedenen Strassen und Platzräume in einer Materialität und Formensprache verbunden. Dabei entwickeln sich sowohl Formen als auch Material wie selbstverständlich aus dem Umfeld und nehmen die Traditionen des Ortes auf. Kirchplatz und Kirchstrasse werden mit einen hartem Belag zu einem urbanen Platz zusammengefasst und die kleinen angrenzenden Strassen eingebunden. Die verwendeten traditionellen Pflastermuster schaffen dabei dennoch eine feine Differenzierung der verschiedenen Räume. Der Kirchhof und der Platz am ehemaligen Stadthof bilden hingegen grünere Räume mit offenen Belägen und Baumbestand und laden zum Verweilen ein. Die Mauer des Gerichtskellers ist das prägende Element im Höhenverlauf der Plätze und so entwickeln sich auch die nötigen weiteren Stufen und kleinen Mauern im Dialog mit diesem Baukörper.
TYPOLOGIE: Stadtplatz | LAGE: Freyburg/Unstrut, Sachsen-Anhalt | GRÖSSE: 7.200 m2 | AUSLOBER: Stadt Freyburg | WETTBEWERB: 2011 | ZUSAMMENARBEIT: Knut Maywald