1ST PRIZE WITH KÉRÉ ARCHITECTURE

Ein wesentlicher Aspekt des neuen Quartiers ist sein grüner Kern. Der Park fügt sich als Bindeglied zwischen Käfertaler Wald und Grünzug Nord Ost ein und sorgt für eine Kontinuität der städtischen Grünflächen. Die B38 wird von einer Grünbrücke überwunden, die vom Käfertaler Wald direkt in den neuen Park führt. Von hier aus garantiert eine befestigte Nord-Süd-Verbindung schnelle Querung für Fußgänger und Radfahrer. An diesen Hauptweg schließt ein sekundäres Wegenetz an, welches den Park nicht nur erschließt, sondern auch in unterschiedliche Abschnitte mit eigenen Identitäten und Qualitäten teilt. Der Nordteil des Parks ist von einem See geprägt, der Regenwasser sammelt und Wasserspiele und Sportaktivitäten ermöglicht. Zu den Gebäuden hin hat der See ein städtisches Ufer, während er zur Parkseite hin ein natürliches Ufer ausbildet. Das Gewerbe liegt unmittelbar am See und ein Kai macht diese Qualität erfahrbar. In der Mitte klammert die Universität den Park bautypologisch ein und integriert ihn in ihr Gelände: der Park ist – neben großen Vorplätzen der Gebäude – Zentrum des Campus, der den gemeinsamen Interessen der Studenten Raum bietet. Im Süden, nimmt der Westflügel das unter Naturschutz stehende Feuchtbiotop auf. Brücken und erhöhte Wege erlauben es das Gebiet zu besuchen und trotzdem das bestehende Ökosystem zu erhalten und zu schützen. Der Ostflügel ist von diversen Sport-und Spielmöglichkeiten animiert.

TITEL: Taylor Barracks Mannheim | TYPOLOGIE: Masterplan | ARCHITEKTUR: Kéré Architecture, Berlin | LAGE: Mannheim, Deutschland | GRÖSSE: 45 ha | AUSLOBER: MWS Projektentwicklungsgesellschaft mbH | WETTBEWERB: 2013, 1. Preis

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BIG, MAN MADE LAND & TOPOTEK1 IN 2ND PHASE

Like a medieval castle in the open field, the new Hillerød Hospital is embedded in one of the few danish forests and a landscape of soft hills and small ponds. The adjacent forest is seamlessly continued into the hospitals open spaces, where it gets organized and planted in a grid,gradually fading out in its density to blend in to the farm land on the west side. The choice of the tree species mirrors the indigenous danish forest mixture and the over 1000 newly planted trees create a critical mass dealing with the massive buildings volumes and the site scale. The smooth topography echoes the surroundings and create visual connections, ensuring an easy way-finding through the site, and also reduces the visual impact of the parking areas, which are 1m lower. A system of ponds is implemented for the storm water management, and contributes to the recreational environment for the Hillerød hospital park.The roofscape suggests a dialectical relation between the building volumetry and the Danish coastal landscape with its two lines of grass dunes and the bushier hinterland. Each roof is treated separately but equally, with a gradient of plants, colors and heights, that helps the transition between the different roofs. A path system is oscillating through the dune vegetation landscape and creating micro situations for patients, visitors and staff. The courtyards are independent from the surrounding environment and each one formulates its own world and references.

TITEL: Zentralkrankenhaus Seeland, Dänemark | TYPOLOGIE: Krankenhaus, Parkanlage | ARCHITEKTUR: BIG, Kopenhagen | LANDSCHAFTSARCHITEKTUR: MAN MADE LAND & TOPOTEK1 | LAGE: Hillerød,Dänemark | GRÖSSE: 28,6 ha | AUSLOBER: Capitol Region of Denmark | WETTBEWERB: 2013, 1 Preis, 1.Phase

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LENNEPARK UND BRÜCKE IN ALTENA

PerspektiveDer Vorschlag für den neuen Lennepark in Altena setzt sich mit den lokalen Besonderheiten der Lennelandschaft auseinander und fügt außerdem ein fehlendes Puzzleteil in die regionale Flusslandschaft ein. Altena bekommt einen aufgefrischten Stadteingang, das Flussufer wird renaturiert und eine angenehme, direkte Verbindung vom Bahnhof zur Stadtmitte ermöglicht. An der Westseite des Lenneufers belebt ein langgestreckter, linearer Parkstreifen eine vorher ungenutzte Fläche. Der durchgehend öffentlich zugängliche Raum bringt neue Nutzungen mit sich, er schafft das Erlebnis von direktem Kontakt zum Wasser und verbessert die ökologische Qualität der Landschaft. Der Nordteil des Parks bildet das Entre mit einem topografisch abgesenkten Park & Ride Parkplatz, der Anknüpfung an das überregionale Rad- und Wanderwegenetz und der fußläufigen Anbindung an Bahnhof und Westteil der Stadt. Im Mittelteil wird der Park von einem großzügigen Rad-Fußweg bestimmt, der das lineare Areal in weitläufige Wiesenbereiche und einen seichten Uferhang gliedert. Im Süden mündet er in die Lenneroute und erfährt hier zusätzliches Erlebnispotenzial durch einen neuen Grillplatz. Ökologische Aufwertung erhält das Entwurfsgebiet über einen botanischen Pocket-Park zwischen Hauptweg und Bahngleisen, der als grüner Filter fungiert und gleichzeitig die Biodiversität im Park steigert. Außerdem wird über die Renaturierung des Flussufers die Wasserqualität verbessert und natürliche Biotope im Uferrandbereich wieder hergestellt. Mit einem kraftvollen Schwung quert die neue Fußgängerbrücke die Lenne und wird dabei zum Raumobjekt, das geschickte Verbindungen schafft, aber auch zum zentralen Aufenthaltsort wird.

TYPOLOGIE: Park, Brücke | ARCHITEKTUR: Heneghan Peng Architects, Dublin | LAGE: Altena, Deutschland | GRÖSSE: 0,7 ha | AUSLOBER: Stadt Altena | WETTBEWERB: 2013

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2. PREIS MIT COBE ARCHITEKTEN FÜR LINDENHÖFE

Rund um das alte Kinderkrankenhaus gruppieren sich vier neue „Lindenhöfe“, die mit der Typologie des Berliner Blocks spielen und gleichzeitig die offene und kleinkörnige Struktur des bestehenden Denkmalensembles imitieren. Während im klassischen Berliner Block die Straße der Garant für städtisches Leben, Öffentlichkeit und Austausch ist, sind es hier die unterschiedlich gestalteten Höfe, die Raum für gelebte Nachbarschaft und Gemeinschaft bieten; der Festhof mit dem kleinen Festplatz, der Wasserhof, der Spielhof, der Pflanzhof und der historische Lindenhof mit den majestätischen alten Bäumen. Die fünf grünen Höfe sind die Adresse, die sich alle Einwohner des neuen Wohngebietes teilen. Alle Wohnungen sind über den Hof erschlossen, der gemeinschaftlich genutzte oder gestaltete Flächen bietet. Während der klassische Berliner Block von Straßen umgeben ist, sind die „Lindenhöfe“ in eine Wald- und Wiesenlandschaft eingebettet. Zwischen den einzelnen „Lindenhöfen“ spannen sich Wiesen auf, die von allen Seiten den Blick auf das Denkmalensemble ermöglichen und zugleich genügend Raum zwischen den Höfen lassen. Diese Wiesen sind gemeinschaftlich genutzte und öffentlich zugängige Flächen. Im nördlichen Teil öffnet sich der Blick in den kleinen Wald. Im nördlichen Ausgang des Grundstücks liegt der kleine Spielplatz, der auch direkt vom Landschaftspark aus erreicht werden kann. Der neue Freiraum entwickelt den vorgefundenen Charakter des Parkgrundstückes aus introvertierten Waldräumen und offenen Wiesenlandschaften weiter. Durch behutsame Ergänzung und Auslichtung des vorhandenen Baumbestandes werden die jeweiligen Freiraumtypologien weiter kultiviert und die Lindenhöfe in die Parklandschaft eingebettet. Vier landschaftliche Elemente/Freiraumtypen prägen das Gebiet: Die Lindenalleen an den Hauptzugängen; die Gartenhöfe in den Blöcken; die offenen Wiesen zwischen den Wohnblöcken; und das kleine Wäldchen an der nordöstlichen Grundstücksseite. Diese vier Typen bezeichnen gleichzeitig die feinen graduellen Abstufungen der Privatheit der einzelnen Bereiche. Die historischen Lindenalleen führen Besucher und Bewohner von den Hauptzugängen durch die Parkanlage und erschließen so auch den öffentlichen Spielplatz.

TYPOLOGIE: Park, Wohnhöfe | ARCHITEKTUR: COBE, Kopenhagen – Berlin | ORT: Berlin-Lichtenberg | GRÖSSE: 7.3 ha | AUSLOBER: Howoge Berlin | WETTBEWERB: 2. Preis, 2013

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ERSTER SPATENSTICH IN KOPENHAGEN!

Letzte Woche feierten wir gemeinsam mit dem Bürgermeister von Kopenhagen, Vertretern der Verwaltung, dem Designteam von Bjarke Ingels Group, Topotek 1 und vielen anderen den ersten Spatenstich für unsere Amagerforbrændingen Waste-to-Energy-Plant. Die Fertigstellung des Projektes inklusive der Skipiste und der Smoker Pipe von realities:united aus Berlin ist in 2017 geplant.

TYPOLOGIE: Park und Skigebiet auf dem Dach | ORT: Kopenhagen, Dänemark | ARCHITEKTUR: BIG, Kopenhagen | LANDSCHAFT: Topotek 1 & Man Made Land | SMOKER PIPE: Realities United, Berlin | GRÖSSE: 6,6ha + 9,5ha | BAUHERR: Amagerforbrænding | WETTBEWERB: 1. Preis, 2010

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1ST PRIZE FOR MAN MADE LAND AND HENNING LARSEN

Die Frankfurt School of Finance and Management lebt von der Kommunikation und Austausch von Menschen und Ideen. Dieser offene Ansatz wird in der Sprachlichkeit der Architektur und der Gestaltung der Aussenanlagen widergespiegelt. Stadtraum und Funktionsbereiche der Hochschule verschmelzen miteinander und finden ihren formalen Ausdruck in einer durch den mäandrierenden hochwertigen Ortbetonweg sich verzahnende Funktionsbereiche. Ein sich bis in das Gebäude hineinentwickelnder Vorplatz aus Natursteinpflaster wechselt sich mit sich mit für den Unterricht nutzbaren Aussenbereichen ab, um dann in ein durch die Hochschule und die benachbarten Wohnquartiere vielseitig nutzbare Veranstaltungsfläche überzugehen. Es entsteht so ein überaus vielseitiger Aussenbereich, der gleichzeitig Träger der Botschaft der Schule ist. Die leicht erhöhte Lage des Gebäudes wird in der Gestaltung der Freianlagen als bewusstes Stilelement eingesetzt. Topografische Kanten werden von langen, eleganten Sitzgelegenheiten begleitet, die die funktionale Strukturierung betonen. Durch die leichte Modellierung des Geländes können attraktive und großwüchsige Bäume angepflanzt werden. Die Intention des Schulbetriebes und der formale Ausdruck des Gebäudes wird durch die Gehölzsetzung mit Roteichen besonders betont. Diese Laubbäume erreichen einen hohen Wuchs und entwickeln mit ihren lichten Kronen eine hohe Aufenthaltsqualität als Schattenspender und Blickfang. Im Kontext der bereits bestehenden strassenbegleitenden Bäume bilden die Roteichen eine durch ihr Blattwerk und Habitus eigenständigen und wiedererkennbaren Charakter für die Frankfurt School of Finance and Management.

TITEL: Die Zeil des Wissens – Frankfurt School of Finance and Management | TYPOLOGIE: Hochschule | ARCHITEKTUR: Henning Larsen Architects, Kopenhagen | ORT: Frankfurt (Main) | GRÖSSE: 7.8ha / 1.8ha | AUSLOBER: Frankfurt School of Finance and Management | WETTBEWERB: 1. Preis, 2013

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MAN MADE LAND WIN 1ST. PRIZE WITH BIG & TOPOTEK1

The proposed design creates a landmark home for ESS that will be a significant addition to Lund and this growing region for advanced research. The unique campus and remarkable site design will immediately distinguish the ESS campus from all similar facilities, helping to attract the brightest, most talented people and institutions from around the world. The building is, in essence, a non-building with the landscape gently flowing over the various functions of the site. The majority of the site is designed to allow public access into a park-like setting. Rather than imposing form on internal processes we have sought to draw their outline – to tailor the frame to its content. The sheer magnitude of the facility lends itself to be treated like a landscape element rather than a building. The long linear green roofs merge with the fields and meadows forming a manmade mound like a green splash in the agricultural landscape of Lund. The building is emerging from the landscape as a topographic imprint of the accelerator, the target station and the radial pattern of instrument buildings. The laboratories, accommodation, and public facilities are arranged in a radial pattern gravitating towards the target station, and reaching out to form a campus-like condition towards the adjacent science village. Between each building intimate landscape pockets are formed, providing attractive outdoor spaces and opening up towards the horizon. A public path leads over the highest point of the target station and leads towards a recreational lake. The arrival, the landscape of the site, day lit working space throughout, lots of common meeting areas and other special places will all contribute to a highly memorable experience for everyone who will work or visit ESS. A contemplative environment that is conducive to collaboration, exploration and discovery.

TITLE: ESS Lund_The green splash | TYPOLOGY: Masterplan, Park | ARCHITECTURE: Bjarke Ingels Group (BIG), Copenhagen | LOCATION: Lund, Sweden | SIZE: 76ha | CLIENT: European Spallation Source | COMPETITION: 1st Prize, 2013 | COLLABORATION: TOPOTEK1, Berlin

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2. PREIS MIT COBE FÜR WETTBEWERB IN GARCHING

Die Grundlage aller Kommunikation ist zwischenmenschliche Nähe. Mit „Treffpunkt Garching“ schlagen wir unterschiedliche Möglichkeiten vor, im Sinne der Förderung zwischenmenschlicher Kommunikation miteinander in Austausch zu treten. Vier unterschiedliche räumliche Protoypen (oder Zonen) bieten dafür eine Brandbreite von öffentlichen und offenen Räumen mit ganz unterschiedlichen Qualitäten: Park, Feld, Boulevard und Nachbarschaft. Diese fördern und unterstützen jeweils ganz unterschiedliche Formen der Kommunikation: formelle und informelle, spielerische oder ernsthafte, konzentrierte oder legere. Dabei wirkt der öffentliche Raum wie ein Katalysator, der geplante oder zufällige Begegnungen überhaupt erst möglich macht. Garching und der Universitätscampus wachsen so zusammen ohne ihre eigenen Qualitäten einzubüßen. Der Park, in Ost-West-Richtung gelegen, bildet die Mitte. Er schließt an den großen Landschaftsraum von den Isarauen im Osten bis zum Schleißheimer Park im Westen an. Von Nord nach Süd gesehen ist er Teil der wie an einer Perlenkette aneinander gereihter Münchner Stadtplätze. Ein langer „Boardwalk“ umschließt den Park. Er ist nach dem Prinzip der shared spaces entwickelt, den Fußgänger, Sportler und Radfahrer teilen. Große Plattformen, die von den Bewegungszonen des Boardwalk abgesetzt sind funktionieren als öffentliche Terrassen. Das Feld ist aus unterschiedlichen kleinen Flecken komponiert, die in ihren Qualitäten verschiedene extensiv und intensiv genutzte Landschaftsräume der Region versinnbildlichen: Heide und Kleingartenanlagen, Gemeinschaftsgarten und Spielplatz-Berg. So wird die Landschaft – anders als im Park – nicht nur mit den Augen und durch die Bewegung hindurch wahrgenommen, sondern auch aktiv mitgestaltbar. Um Park und Feld herum verteilen sich zehn Nachbarschaften mit gemischten Wohnformen, in denen öffentliche Gebäude als urbane Anker und identitätsstiftende Bauten dienen. Die Gestaltung der Nachbarschaften legt Wert auf ein freundliches, buntes Umfeld, im menschlichen Maßstab. Der zentrale Park ist dabei Bindeglied zwischen den durch das Wohnen geprägten lockeren und grünen Nachbarschaften im Süden und den eher dichten und urbaneren Nachbarschaften im Norden, die beide jeweils in der Kontinuität von Garching und Universität gedacht sind.

TYPOLOGIE: Masterplan, Stadtpark | STÄDTEBAU: COBE, Kopenhagen-Berlin | LAGE: Garching, Bayern | GRÖSSE: 31ha | AUSLOBER: Stadt Garching | WETTBEWERB: 2. Preis, 2012

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3. PREIS FÜR ERNST-ABBE-PLATZ IN JENA

Jena fasziniert durch seine spezifische urbane Textur als Ergebnis ihrer topografischen Lage und der wechselhaften 600-jährigen Geschichte. Ein bedeutsamer Teil dieser Geschichte ist die Entwicklung Carl Zeiss Jena mit seiner Entstehung, Niedergang und Wiederauferstehung bis in die heutigen Tage hinein. Der Ernst-Abbe-Platz wird auch heute noch durch die ehemalige Fabrikstruktur des Zeiss Werks geprägt und funktioniert wie eine kleine abgeschlossene und überraschende Welt in sich selbst. Vor allem aber scheint es dem Platz in seiner derzeitigen Konfiguration an einer Mitte zu fehlen. Der Platz ist allseitig umschlossen mit einer einzigen Öffnung – der zum Himmel. In diesen geschlossenen Raum führt der Entwurf ein Landschaftsthema ein, dass sich aus Jenas topografischer Lage und umgebenden Naturräumen entwickelt und so einen charismatischen und identitätsstiftenden Charakter erzeugt. Die Gestaltung soll Struktur und Orientierung geben und muss sich vor den hohen Fassaden der angrenzenden Gebäude behaupten können. Um dies zu erreichen werden drei große in sanften Hügeln angelegte Bereiche des Platzes um ca. 50cm angehoben, damit neue Bäume gepflanzt werden können. Diese drei Topografien schaffen räumliche Beziehungen und strukturieren den Platz, um eine optimale Erreichbarkeit und Verbindung der verschiedenen Zugänge zu den Gebäuden zu gewährleisten. Vor der Mensa und dem Hörsaal der Universität werden die Erhöhungen durch einen geraden Schnitt begrenzt, um klare Vorplatzsituationen zu schaffen. Der entstehende Höhensprung wird durch eine Sitzmauer akzentuiert und funktionalisiert. Als prägender Baum werden Birken mit ihrem wilden Charakter diesen städtischen Raum erfrischen. Der derzeit im Sommer heiße und stickige Platz wird durch die neuen Bäume deutlich an Aufenthaltsqualität gewinnen. Das Laub schafft schattige Orte, befeuchtet die Luft und bindet Staub. Gesägtes Granitkleinsteinpflaster in unterschiedlichen Grautönen in einem richtungslosen Verband erlaubt eine übergangslose Geländemodellierung und ist durch seine gesägte Oberfläche komfortabel zu belaufen und rollstuhlfreundlich. Die durchgängige steinerne Textur des Platzes steht im eleganten Kontrast zu den im Raster gepflanzten Bäumen.

TYPOLOGIE: Stadtplatz | LAGE: Jena, Thüringen | GRÖSSE: 10,000 m2 | AUSLOBER: Stadt Jena | WETTBEWERB: 3. Preis, 2012

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DEUTSCHER PAVILLON EXPO MAILAND 2015

Der Doppelsinn des englischen »plant«, das sowohl Pflanze, als auch Produktionsanlage bedeutet, vereint auf anschauliche Weise die Idee des vorliegenden Entwurfs für den Deutschen Pavillon auf der Expo 2015. Er steht für eine neues Verständnis der Beziehung von Urbanität, Energie und Nahrung, von Produktion und Konsum. »Stadtwirtschaft« und »Landwirtschaft« werden als zwei ergänzende Formen der agrarkulturellen Praxis präsentiert, deren Optimierung und wechselseitige Orientierung Antworten auf die Fragen von morgen liefern werden. Die Pavillon wird durch drei überlagerte Ebenen geformt – zusammenhaltende Plattform und Rundweg, fünf Ausstellungskuben und acht thematische Gärten, welche die positive Vision einer durchgrünten Stadtlandschaft als Plant City in die Realität projiziert. Der Pavillon greift die Entwicklung des »urban farming« auf und transformiert diese in eine begehbare grüne urbane Dachlandschaft. Der Besucher trifft auf eine Reihe von 8 unterschiedlichen Gärten mit individueller Ausprägung, Gestalt und Fruchtfolge. Lebendige Gartenfelder, die sich während der Expo Monat für Monat verändern. Der Besucher soll hier einen kurzen Überblick bekommen über den typischen deutschen Küchengartenanbau und dessen Jahreszyklus. Über die gesamte Ausstellungsfläche und –dauer werden die Ernten aus den Gärten in Events mit den Besuchern befeiert. Der Besucher bewegt sich permanent zwischen Stadt und Land.

TYPOLOGIE: Pavillon | ARCHITEKTUR: HG Merz Architekten, GMP Architekten | LAGE: Mailand, Italien | GRÖSSE: 5000 m2 | AUSLOBER: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Bonn | WETTBEWERB: 2012

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MASTERPLAN FÜR DAS AUGSBURGER TEXTILVIERTEL

Ursprünglich waren der Proviant- und Herrenbach, in Form von Wasser und Energie, Teil eines nährenden Systems für das industriell geprägte Textilviertel Augsburgs. Im Zuge der Deindustrialisierung verlor das Gebiet seinen Kontext, hinterließ denkmalgeschützte Gebäude und zusammenhanglose Orte am Rande der Kanäle. Gegenwärtig werden verschiedene Projekte entwickelt, welche kurz- und mittelfristig Charakter und Nutzen des Textilviertels komplett verändern können. Der Proviant- und der Herrenbach spielen dabei strategische Rollen, indem sie wichtige Verbindungen zwischen den Schlüsselzonen der Entwicklungsgebiete darstellen. Der Ausweitung der Freiräume entlang der Wasserkörper kommt hierbei eine zentrale Rolle zu. Ziel ist die Vergrößerung der Lebens- und Wohnqualität des gesamten Textilviertels. Es entstehen Grünkorridore, die für Verbindungen zwischen diesem und den anderen Stadtteilen Augsburgs sorgen. Zudem werden durch Erneuerung und Erweiterung des Fuß- und Radwegenetzes alternative und effiziente Wegeverbindungen im Viertel geschaffen und die Reduzierung des PKW-Verkehrs im Viertel unterstützt. Sonnenterrassen, Bänke und ein Beleuchtungssystem eröffnen neue Räume entlang der Wege und bieten neue multifunktionale Möglichkeiten für diverse Aktivitäten. Der vorliegende Entwurf hat den Anspruch, der Bevölkerung mittels verschiedener Erfahrungsmöglichkeiten das Element Wasser neu zu erschließen und nahezubringen, indem die identitätsstiftenden Kanäle wieder in die urbane Struktur integriert werden und somit dem Textilviertel eine neue Bedeutung in Augsburg geben.

TYPOLOGIE: Masterplan | LAGE: Augsburg, Deutschland | GRÖSSE: 10.9 ha | AUSLOBER: Stadt Augsburg | WETTBEWERB: Anerkennung, 2012

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“MERRY GO ROUND” STOCKHOLM FERTIGGESTELLT

Der Auftrag zur Gestaltung des Innenhofes eines denkmalgeschützten Wohngebäudes auf der Södermalm-Insel in Stockholm wurde folgendermassen formuliert: “Macht uns einen Hof, wo die Kids rum- und rum- und rumrennen können – weil das ist, was sie am liebsten die ganze Zeit machen!”

Und das haben wir! Wir haben einen Rennbahn designed, auf der man ohne Ende im Kreis laufen kann. Der Loop ist aus Ortbeton und mit Thermoplastikfarbe werden Start und Ziel markiert. Im Zentrum des Hofes befindet sich der von mehreren Schichten Pflanzflächen und Heckenkörpern umrahmte Sitzplatz für die “älteren” Bewohner des Hauses. Die Heckenkörper erschaffen eine Kulisse, die die Funktionsbereiche Fahrradstell- und Müllplatz optisch versteckt. An einer Stelle überqueren die Hecken die Rennbahn – ein Loch wurde in die Hecke geschnitten, aber um hindurchzupassen darf man nicht größer als 1.20m sein! Die Nachmittags- und Abendsonne erreicht den Hof und am Abend können die bunten Lampen der Lichterkette eingeschaltet werden, die dem Hof in ein Ort für Gartenfeste verwandeln können. Besonderes Augenmerk wurde auf das Pflanzkonzept für die Beete gelegt, da diese sehr unterschiedlichen Lichtverhältnissen ausgesetzt sind.

TYPOLOGIE: Privater Gemeinschaftshof einer Hausgemeinschaft | LAGE: Södermalm, Stockholm, Schweden | GRÖSSE: 200m2 | BAUHERR: Bostadsrättsföreningen Pålen | PLANUNG: 2011 | FERTIGSTELLUNG: 2012  | PHASEN: 2-8

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JENA EICHPLATZ

Jena fasziniert durch ihre spezifische urbane Textur als Ergebnis ihrer topografischen Lage und der wechselhaften 600-jährigen Geschichte. Insbesondere haben sich die neu eingefügten Strukturen des DDR-Städtebaus mit dem prägnanten Zeisshochhaus und dem vorgelagerten Platz der Kosmonauten in das mittelalterliche Stadtbild eingeschrieben. Ein neuer Bebauungsplan sieht nun die Neustrukturierung dieses überdimensionierten Platzes durch Bebauung und eines kleineren eingeschriebenen Platzes – des Eichplatzes – vor. Geologie und Topografie sind von zentraler Bedeutung in Jenas Stadtbild. Die bewaldeten Kalksteinberge sind von überall sichtbar und in der Stadt verteilt bietet sich von vielen Aussichtspunkten ein guter Überblick über die an einer Hangsituation errichteten Stadt. Eine typische solche Situation ist auch der Standort des neuen Eichplatzes mit einem Höhenunterschied von 3.5m. Diese Situation ist der Ausgangspunkt unserer Gestaltungsstrategie. Das Projekt gliedert sich in zwei Hauptbestandteile – der Stufenanlage und dem ebenen Platzbereich davor. Die Stufenanlage bietet eine komfortable Möglichkeit den Höhenunterschied zu überwinden und den Platz zu queren. Die Osthälfte der Treppenanlage sind bequeme Treppenstufen, die den freien Bewegungsfluss der Fußgänger ermöglichen. In der sonnigeren westlichen Hälfte formen die Rampen kleine Balkone und Sitzstufen. Der Treppenanlage gegenübergestellte Platzraum bleibt im Kontrast dazu fast leer. Dies geschieht um die maximale funktionale Offenheit zu gewährleisten. Die Vielschichtigkeit der Gestaltung setzt den großen Höhensprung in einen menschlichen Maßstab um. Dieser Höhensprung wird zum Ausgangspunkt unseres Gestaltungskonzeptes indem wir ihn in viele flexibel nutzbare Zwischenstufen unterteilen und damit die Vorteile der Hanglage multiplizieren. Die Treppe wird zur Tribüne des vorgelagerten Platzes und in direkter Linie zur antiken Agora und des erst kürzlich überwundenen letzten Regimes kann und soll hier die Freiheit der Rede praktiziert werden.

TYPOLOGIE: Stadtplatz | LAGE: Jena, Thüringen | GRÖSSE: 3.800 m2 | AUSLOBER: Stadt Jena | WETTBEWERB: 2012 | ZUSAMMENARBEIT: Kortemeier Brokmann Landschaftsarchitekten, Herford | VISUALS: Adrian König

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MIXMAX PARK – HAMBURG ALTONA

Was für ein Geschenk! Wo früher Autos lärmten ist heute ein Hamburger Central Park! Tausende von Menschen genießen diesen neuen städtischen Ort, egal ob es regnet oder die Sonne scheint: die Schrebergärtner, die neuen Anwohner und die alten Nachbarn, die nun plötzlich nicht mehr an der Autobahn, sondern in einer Parklandschaft wohnen … Bahrenfeld ist der „grünste Stadtteil Hamburgs“. Mit unserem Vorschlag soll diese besondere Qualität im Bereich des Wettbewerbsgebietes fortgeschrieben und noch potenziert werden. Unser Vorschlages ist es deshalb, innerhalb des Wettbewerbsgebietes den größtmöglichen Park zu schaffen, der gleichzeitig Wohnraum für möglichst viele und unterschiedliche Menschen direkt am Parksaum bietet – HAMBURG MIXMAX PARK. Denn Hamburg MIXMAX PARK ist Geschenk, dessen Wert erst durch den maximalen Gebrauch erst steigt! Dieses neue grüne Herz der Stadt reiht sich dann in ein grünes Netzwerk ein, das endlich den Norden vom Altonaer Volkspark aus mit der Elbe fast nahtlos verbindet. Dieses neue grüne Netzwerk zeichnet sich durch fein abgestimmte Qualitäten aus – elegant oder ultra-robust, ruhig oder aktiv, arid oder bunt, offen oder intim, sportlich-schnell oder geheimnisvoll und verschwiegen. Rückgrat der Parklandschaft ist das großzügig offene, lang gestreckte und zu Aktivitäten und Bewegung einladende neue BAHRENFELD (Deckel), das, durch seine leichte Krümmung und in der Bewegung hindurch, ständig neue Perspektiven eröffnet. Hier ist – ein seltenes Phänomen in der dichten Stadt – Weite und räumliche Großzügigkeit erlebbar. Die räumliche Weite wird durch die extensive Begrünung noch unterstrichen. Wo Heide, Wiesen und zentrale Festwiese sich abwechseln, wird die Weite des Himmels spürbar. Nur am Rand stehen Schatten spendende Baumgruppen und verleihen der Weite einen grünen Rahmen. Auch die Cluster der Schrebergärten – alle hinter den Baumgruppen und außerhalb der eigentlichen Deckelkonstruktion angeordnet – verleihen der Weite des Parks am östlichen und westlichen Rand eine klar definierte Fassung. Markante Bauten am Parksaum, wie die historische Bahrenfelder Kirche oder neue Architekturen lassen den Blick mal fokussieren, ihn mal in die Weite schweifen. Im Erleben des Parks gibt es also engere und weite Sequenzen. Dabei ist der Parkrand aber immer anders.

TYPOLOGIE: Masterplan | STÄDTEBAU: COBE, Kopenhagen/Berlin | LAGE: Hamburg Altona | GRÖSSE: 50 ha | AUSLOBER: Stadt Hamburg | WETTBEWERB: 2012

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QUARTIER BAAKENHAFEN – HAMBURG HAFENCITY

Die Entwicklung des ‚Baakenhafens’ stellt einen weiteren wichtigen Abschnitt der Hafencity dar. Auf der Halbinsel entsteht ein Quartier, das durch seine ‚doppelte’ Wasserlage an Hafenbecken und Elbe geprägt wird. Anders als in anderen Teilen der Hafencity ist für das Quartier Baakenhafen vorwiegend Wohnnutzung vorgesehen, so dass hier ein besonderer Bedarf an Frei- und Grünräumen realisiert werden muss. Es werden vier Bereiche unterschieden: die ‚Insel’ im Baakenhafen, die Kaianlagen, den ‚Park am Baakenhöft’ und die öffentlichen ‚Verbindungsräume’ im Quartier. Inspiration für die Gestaltung der Aussenräume ist die Funktionsweise des Hafens. Wie in einem Hafen, in dem die Waren aus aller Welt ankommen, landen im Baakenhafen Landschaften, die zwar dem lokalen Kontext entstammen und doch ‚exotisch’ in den Hamburger Kontext sind. Der Kirchenpauerkai weist die Ufervegetation einer Flusslandschaft auf, wie sie ursprünglich auf den Inseln im Elbe- Flussdelta rund um Hamburg zu finden war. Während das Quartier von typischer Flussvegetation geprägt ist, dient die nördliche Küstenlandschaft als Referenz und Vorbild für die Gestaltung der neuen Insel im nördlichen Baakenhafenbecken. Dieser Bezug wird gezielt hergestellt um die geographische Nähe zur Küste ins Bewusstsein der lokalen Bevölkerung zu rücken. Man muss nicht mehr zur Nordsee fahren um im Windschatten einer grasbedeckten Düne sonnenbaden zu können. Die Insel ist identitätsbildend für das gesamte Quartier und strahlt aufgrund ihrer Eigenständigkeit weit über den Baakenhafen hinaus. Sie funktioniert sowohl für die lokalen Anwohner, als auch für die anderen Bewohner und Besucher des Hamburger Hafengebiets. Sie ist eine hügelige Oase, ein Stück nordischer Küstenstreifen für Erholung, Freizeit und Spiel.

TYPOLOGIE: Masterplan | ARCHITEKTUR: Cityförster, Berlin (Gemeinschaftshaus) | LAGE: HafenCity, Hamburg | GRÖSSE: 14 ha | AUSLOBER: Hafencity Hamburg GmbH | WETTBEWERB: 2012

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