QUARTIER BAAKENHAFEN

LAGE: HafenCity, Hamburg | ARCHITEKTUR: Cityförster, Berlin | GRÖSSE: 14 ha | AUSLOBER: Hafencity Hamburg GmbH | WETTBEWERB: 2012

Die Entwicklung des ‚Baakenhafens’ stellt einen weiteren wichtigen Abschnitt der Hafencity dar. Auf der Halbinsel entsteht ein Quartier, das durch seine ‚doppelte’ Wasserlage an Hafenbecken und Elbe geprägt wird. Anders als in anderen Teilen der Hafencity ist für das Quartier Baakenhafen vorwiegend Wohnnutzung vorgesehen, so dass hier ein besonderer Bedarf an Frei- und Grünräumen realisiert werden muss. Es werden vier Bereiche unterschieden: die ‚Insel’ im Baakenhafen, die Kaianlagen, den ‚Park am Baakenhöft’ und die öffentlichen ‚Verbindungsräume’ im Quartier. Inspiration für die Gestaltung der Aussenräume ist die Funktionsweise des Hafens. Wie in einem Hafen, in dem die Waren aus aller Welt ankommen, landen im Baakenhafen Landschaften, die zwar dem lokalen Kontext entstammen und doch ‚exotisch’ in den Hamburger Kontext sind. Der Kirchenpauerkai weist die Ufervegetation einer Flusslandschaft auf, wie sie ursprünglich auf den Inseln im Elbe- Flussdelta rund um Hamburg zu finden war.

Während das Quartier von typischer Flussvegetation geprägt ist, dient die nördliche Küstenlandschaft als Referenz und Vorbild für die Gestaltung der neuen Insel im nördlichen Baakenhafenbecken. Dieser Bezug wird gezielt hergestellt um die geographische Nähe zur Küste ins Bewusstsein der lokalen Bevölkerung zu rücken. Man muss nicht mehr zur Nordsee fahren um im Windschatten einer grasbedeckten Düne sonnenbaden zu können. Die Insel ist identitätsbildend für das gesamte Quartier und strahlt aufgrund ihrer Eigenständigkeit weit über den Baakenhafen hinaus. Sie funktioniert sowohl für die lokalen Anwohner, als auch für die anderen Bewohner und Besucher des Hamburger Hafengebiets. Sie ist eine hügelige Oase, ein Stück nordischer Küstenstreifen für Erholung, Freizeit und Spiel.

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