NEUES GARTENFELD BERLIN

LAGE: Berlin, Deutschland | STÄDTEBAU: COBE, Berlin | TEAM: Hoffmann-Leichter Ingenieurgesellschaft, Ingenieurbüro Kraft, NFF, IGS |GRÖSSE: 70 ha |AUSLOBER: UTB Projektmanagement und Verwaltungsgesellschaft mbH|WETTBEWERB: 2016, 1. Preis.

Die Insel Gartenfeld liegt im Bezirk Spandau. Charakteristisch für das im Norden der Insel zu entwickelnde gemischte Quartier „Neues Gartenfeld“ sowie das südlich anschließende Gewerbegebiet ist die Wasserlage am Berlin-Spandau-Schifffahrtskanal und die Nähe zu den Landschaftsräumen der Havel, Berliner Wälder und Forsten. Die Geschichte Gartenfelds ist eng mit der von Siemens verbunden. Mit dem Start der Kabelproduktion auf dem Grundstück wurde Berliner Industriegeschichte geschrieben. Mit dem teilweise denkmalgeschützten Hallenbestand sind noch heute Relikte dieser Zeit auf der Insel vorhanden.

Mit der Entwicklung der Insel Gartenfeld verbindet sich die Möglichkeit, auf einer der 161 Inseln Berlins ein innovatives, nachhaltiges, sozial und funktional gemischtes Quartier zu entwickeln, dass aufgrund seiner „Insellage“, landschaftlichen Prägung und sich in bestehenden Strukturen spiegelnden Historie besondere Qualitäten entwickeln kann. Der Masterplan beruht daher auf sechs städtebaulichen Strategien, die die Entwicklung des Neuen Gartenfelds zukünftig leiten sollen: INSEL! IDENTITÄT! NETZWERK! KONTRAST! ARCHIPEL! INSEL!

Die „Insellage“ Gartenfelds ist Herausforderung und Chance zugleich! Die Insel wirkt wie vom dichten innerstädtischen ÖPNV-Netzwerk abgeschnitten. Der nächstgelegene U-Bahnhof Paulsternstraße ist vom Haupteingang 1,3 km, also etwas über 15 Minuten Fußweg entfernt. Der Anschluss an das Straßenbahnnetz wird erst langfristig erfolgen. Derzeit ist Gartenfeld lediglich über verschiedene Buslinien mit den Subzentren Spandaus und Reinickendorfs verbunden. Es gilt also, die Insel zu einem gemischten Quartier zu entwickeln, in dem vorzufinden ist, was im täglichen Leben gebraucht wird:Einkaufsmöglichkeiten, Kita und Schule, Arbeitsplätze, Sport und Erholungsflächen. Zum anderen bieten besondere Wohnformen wie Office-Homes, Atelierwohnungen, Studierendenwohnen, betreutes Wohnen und Angebote, die ein tägliches Pendeln ihrer BewohnerInnen nicht notwendig erscheinen lassen.

Dazu gilt es auch, Angebote vorzusehen, die eine nachhaltige Mobilität im Quartier ermöglichen (siehe 5-MINUTEN-STADT). Insel bedeutet aber auch die Chance, eine Bandbreite wassernaher Nutzungen zu ermöglichen: ein kleines Freibad mit Sauna, Marina, Bootshaus, Eislaufstrecke, Beachvolleyballfeld, Tretboot und Kajakverleih, Promenade am Wasser, Hausbootliegestelle, Dampferanlegestelle und Ausflugsgaststätte. Auf Gartenfeld sind alle Wasserlagen öffentlich zugänglich und laden zum Verweilen und Aktivwerden ein.

So wird Gartenfeld auch ein Ausflugsziel für BerlinerInnen aus anderen Quartieren. Darüber hinaus haben viele der neuen Wohnungen Wasserblick, auch viele der neuen Arbeitsplätze.

wasserkanten

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struktur des freiraums

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