BREMEN ÜBERSEEINSEL

LAGE: Bremen | STÄDTEBAU: SMAQ Architekten | GRÖSSE: 70 ha | AUSLOBER: Stadt Bremen|

Für die Entwicklung der Überseeinsel ist ein hoher Freiraumanteil vorgesehen. Dieser ist geprägt durch verschiedene Landschaftsmerkmale – von den robusteren Hafenpromenaden am Europahafen bis hin zu den ausgedehnten Grünflächen an der Weser. Sie sind ein Freiraumangebot, das sich nicht nur an die neuen Bewohner*innen und Arbeitenden richtet, sondern das gesamtstädtische Freiraumangebot bereichert und sich an alle Bremer*innen richtet. Grüne Parks – die Fugen – verbinden diese beiden Gewässer und bieten zudem vielfältige Spiel- und Freizeitmöglichkeiten für jedes Alter und ermöglichen ein familienfreundliches Wohnen.

Das alles verbindende Element und Rückgrat des Gebietes ist die Verlängerung der Weserpromenade, die sich bis ur Molenspitze fortsetzt. Im Verlauf dieser Promenade können alle Freiräume der Überseeinsel erreicht und erlebt werden. Die neue Weserpromenade beginnt auf dem Gelände des ehemaligen Kellogg-Silos und der Reishalle. Durch deren einzigartigen industriellen Charakter bestimmt sich maßgeblich die Gestaltung des öffentlichen Raumes in diesem Bereich. So soll dieser Ort mit Cafés im Freien, temporären saisonalen Aktivitäten wie Urban Gardening und ggf. als Nebenprodukt des Energiekonzeptes des ehemaligen Kellogg-Areals einer Eislaufbahn bespielt werden.

Die durchgehende Promenade nimmt entlang der Weser viele Charaktere ein: als städtische Fortführung der Schlachte, als Übergang und Aufweitung der Landschaft und schliesslich auch als Vollendung der Promenade im Europahafenbecken

Die durchgehende Promenade nimmt entlang der Weser viele Charaktere ein: als städtische Fortführung der Schlachte, als Übergang und Aufweitung der Landschaft und schliesslich auch als Vollendung der Promenade im Europahafenbecken

Die Freiräume der Überseeinsel nehmen Bezug auf den Bestand und den einmaligen Charakter des Ortes zwischen zwei Gewässern – Hafenbecken und Weser – und im Übergang von städtischer zu ruderaler Landscahft

Die Freiräume der Überseeinsel nehmen Bezug auf den Bestand und den einmaligen Charakter des Ortes zwischen zwei Gewässern – Hafenbecken und Weser – und im Übergang von städtischer zu ruderaler Landscahft

BREMEN ÜBERSEEINSEL (WETTBEWERB), 2016, 1. PPEIS

Südseite Europahafen / Kellogg-Areal, Bremen

 

Das Kellogg-Areal kann bei der Entwicklung des Überseestadt und des Bremer Westens eine Schlüsselstellung einnehmen. Zwischen Weser und Hafen gelegen, spiegelt es die jüngere Industrie- und Handelsgeschichte Bremens wider. Aufgrund dieser Lagegunst und der historischen Substanz bietet das Kellogg-Areal für Bremen die Chance einen innerstädtischen und gleichzeitig wasserorientierten Stadtteil mit addressbildenden Standorteigenschaften, hoher Lebensqualität im Stadtteil und freiräumlichen Angeboten für die Stadt insgesamt zu realisieren.
Kellogg-Areal – Vision und Konzept Urbane Qualitäten – sozial, ökonomisch und ökologisch hängen von der Identifikation und lokalen Handlungsfähigkeit der Bewohner und Akteure mit und in ihrem Umfeld, sowie der Vernetzung der Umfelder untereinander ab. Das Kellogg-Areal kann Triebfeder dieser Zukunft sein. Es teilt sich in klar identifizierbare, gemischte Quartiere, jedes mit direktem Bezug zur Weser, wobei jedes einen belebenden Beitrag zur Stadtübergreifenden Adresse der Weserpromenade leistet.

Als Teil der stadtübergreifenden Entwicklung wird zentral im Kellogg-Areal, am Hansator ein platzartiges Entree zur Südseite des Europahafens und zur Weser ausgebildet. In unmittelbarer Nähe dazu sollen der Kellogg-Silo (1962) sowie die benachbarte Stahlfachwerkhalle (Zwischenkiegszeit) erhalten bleiben und u.a. als Markt- und Speisehalle umgenutzt werden. Als Landmarken markieren sie den emotionalen Ort im Gebiet und erinnern an die jüngere Geschichte Bremens; ergänzt durch den Schiffsanleger „Kellog-Kaje“ kann dieser als einem touristischen Zielort
entwickelt werden.

1881, Karte des Weserstromes im Gebiete der freien Hansestadt Bremen

1881, Karte des Weserstromes im Gebiete der freien Hansestadt Bremen